Ein Angelurlaub ist eine besonders entspannte Art, seine freie Zeit zu verbringen. Wer sich dabei nicht mit Seen und Flüssen zufriedengeben möchte, der fährt ans Meer. Lohnenswerte Ziele gibt es dabei genug – ohne dass eine Flugreise notwendig ist.

Dazu gehören zum Beispiel die skandinavischen Länder. Der Rheinischen Post zufolge sind diese bei deutschen Anglern besonders beliebt. Das ist wenig verwunderlich, schließlich finden Urlauber hier alles vor, was das Anglerherz höher schlagen lässt: eine malerische Landschaft, viel Ruhe, unberührte Natur und nicht zuletzt reiche Fischbestände. Zu den Orten, die sich in dieser Hinsicht besonders hervortun, gehört die Insel Als. Im Süden von Dänemark gelegen, bietet sie ein wahres Paradies für Meeresangler und noch einiges mehr.
Die Insel Als – grundsätzliche Informationen
Die Insel Als (auf Deutsch „Alsen“) ist mit einer Fläche von etwas mehr als 321 m2 die achtgrößte Ostseeinsel Dänemarks. Sie zählt etwa 50.000 Bewohner und ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden. Stundenlanges Warten auf die Fähre ist damit zum Glück überflüssig. Angler finden hier die unterschiedlichsten Möglichkeiten vor, ihrer Leidenschaft nachzugehen und einen stolzen Fang zu machen.
Aber auch darüber hinaus hat Als als Ferienziel einiges zu bieten:
- Schwimmen und Entspannen: Ob in Mommar, Skovmose oder Köbingsmark – auf Als finden Urlauber eine ganze Reihe schöner Strände für die ganze Familie.
- Sport: Surfen, Beachvolleyball, Segeln oder Radfahren – die Möglichkeiten, sich an der frischen Luft zu bewegen, sind vielseitig auf Als. Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten.
- Wohnen: Als verfügt über ein großes Angebot an Ferienhäusern in verschiedenen Lagen. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der findet sie hier garantiert. Auf Als gibt es für Angler außerdem spezielle Ferienhäuser, so dass der Angelurlaub besonders entspannt verlaufen kann. Wie auf VillaVilla.de berichtet gibt es Ferienhäuser, die besonders auf die Bedürfnisse von Anglern zugeschnitten sind. Unter anderem verfügen diese großen Ferienhäuser über einen Platz mit fließendem Wasser zum Säubern der Fische im Außenbereich und liegen in der Nähe eines Fischereigewässers.
Mit diesen Eigenschaften ist die Ostseeinsel ein lohnenswertes Ziel für die unterschiedlichsten Ansprüche und Bedürfnisse. Ob ein romantischer Pärchenurlaub, Aktivurlaub oder Ferien mit der ganzen Familie, Als hat für jeden etwas zu bieten. Die nötige Infrastruktur gibt es ebenfalls. Auch wenn der Schwerpunkt für die meisten Urlauber auf Als wohl auf den Vorzügen der Natur liegt, finden sie hier zusätzlich einige hübsche Städtchen vor, die sich für einen Ausflug lohnen. Einem gemütlichen Vormittag beim Shopping steht nichts entgegen.
Eine Angelreise nach Dänemark planen
Wer einen Angelurlaub plant, der sollte sich ausreichend vorbereiten. Nicht nur geeignetes Equipment spielt in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle. Auch spezielle Voraussetzungen und rechtliche Bestimmungen im Zielland müssen beachtet werden.
Touristen, die zum Meeresangeln nach Dänemark reisen möchte, sollten vor allem die folgenden Aspekte beachten:
- Erforderlich ist grundsätzlich eine staatliche Fischereilizenz. Sie kann in dänischen Postämtern oder in Angelshops sowie – sofern man eine Kreditkarte besitzt – online auf den Seiten des Ministeriums für Umwelt und Lebensmittel erworben werden. Die Preise dafür variieren je nach der gewünschten Gültigkeitsdauer.
- Es gibt diverse Plätze in Dänemark und auf Als, an denen das Angeln grundsätzlich verboten ist. Dazu gehören Schutzzonen wie die Mündungen von Binnengewässern ins Meer oder in einen Fjord.
- Wer in Süßwassergebieten angeln möchte, muss sich dazu die Erlaubnis des Besitzers einholen oder eine Angelkarte erwerben.
Nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes ist es ratsam, diese Auflagen genauestens zu beachten. Bei Verstößen verstehen dänische Kontrolleure keinen Spaß und die Strafen dafür können empfindlich sein. Wer an Bord eines Schiffes zum Hochseeangeln ausrücken möchte, muss damit rechnen, dass der Skipper – wie vorgeschrieben – seine Angellizenz überprüft. Für sogenannte „Put & Take“-Anlagen, also Teiche, in die Fische für Angler ausgesetzt werden, ist in der Regel keine Lizenz notwendig, sondern nur eine Angelkarte, die vor Ort gekauft werden kann.
Die Auswahl an verschiedenen Varianten des Angelns ist übrigens groß in Dänemark. Das gilt auch für die Insel Als. Hinzu kommt, dass man zu beinahe jeder Jahreszeit eine Menge Gleichgesinnter antrifft, mit denen man sich die Zeit beim Warten auf den großen Fang vertreiben kann.
Fischreichtum in Dänemark
Nicht allein die idyllische Landschaft lockt viele Angler nach Dänemark. Das Land bzw. das Meer vor seinen Küsten besticht auch mit einem außergewöhnlichen Fischreichtum. Doch welche Fische kann man bei einem Angelurlaub auf Als fangen? Die folgenden spielen eine zentrale Rolle:
- Meerforelle: Wer auf Meerforellen aus ist, hat im März und April die besten Chancen, kann es aber auch guten Mutes im Herbst versuchen.
- Aal: Aale lassen sich am besten im Sommer und im Frühherbst aus dem Wasser ziehen.
- Scholle und Flunder: Beide Fischarten halten sich in erster Linie in tieferen Gewässern auf, schwimmen aber bei warmem Wasser manchmal auch näher an die Küste heran.
- Hornhecht: Wer ab Mai auf Als die Angel auswirft, hat gute Chancen, einen Hornhecht an Land zu ziehen.
- Steinbutt: Um einen Steinbutt mit nach Hause zu nehmen, ist dagegen in jedem Fall ein Boot notwendig.
Auch Heringe und Dorsche können auf Als beziehungsweise von einem Boot vor der Küste aus geangelt werden.
Ganz wichtig: Angler sollten unbedingt auch Schonfristen beachten. Diese fallen je nach Fischart unterschiedlich aus und auf ihre Einhaltung wird strikt geachtet – nicht von ungefähr, schließlich haben sich manche Fischbestände in Dänemark erst in den letzten Jahren durch gezielten Besatz wieder erholt.
Der Zeitpunkt spielt eine Rolle
Urlauber, die vor allem die Strände von Als genießen möchten, fahren am besten im Sommer auf die Ostseeinsel. Bei Anglern kommt es dagegen entscheidend darauf an, welche Fische sie aus dem Wasser ziehen möchten. Abhängig davon kann es sogar sinnvoll sein, bis zum Herbst zu warten oder möglichst früh im Jahr zu fahren. Kühlere Temperaturen muss man dann natürlich in Kauf nehmen. Dafür ist Als außerhalb der Hauptsaison besonders idyllisch. Außerdem entschädigt so mancher Fang für einen kalten Wind und raue See.